GWST Treffen

Wetter

Schottlandtour 2009 PDF Drucken E-Mail
Reiseberichte
Geschrieben von: Administrator   

GWSt-Sachsen Schottlandtour 09.06. -26.06.2009

 

Dienstag  09.06.

Etwas müde quälen wir uns aus dem Bett, frühstücken und fahren 05.45 Uhr in Witzschdorf los. Jochen und Angela warten schon auf uns und bald darauf kommt der dritte Caravan an.

Aber, Fritz und Jutta haben noch nicht gefrühstückt und so gehen wir alle mit zum

MC Donald. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung setzten wir uns in Bewegung. Wir kommen gut vorwärts, machen kleine Pausen und erreichen nach einem Wolkenbruch 15.30 Uhr den Parkplatz vom größten Campingausstatter Obelink in Winterswijk in Holland.

Bevor wir uns die drei Etagen ansehen, stärken wir uns erst mal und essen zu Mittag. Wir wollten ja eigentlich nur gucken, aber es findet sich doch für jeden etwas zum Kaufen.

Langsam machen wir uns Sorgen, weil sich Gerri noch nicht gemeldet hat. Sein Handy scheint abgeschaltet zu sein. Eule organisiert große Müllsäcke und wir erreichen (nur ein bisschen nass) unsere Autos und fahren zum Campingplatz. Es sind zwar keine Hütten mehr frei, doch wir bleiben. Jochen und Fritz haben es einfach und sitzen bald am gedeckten Tisch. Mario und Katrin müssen erst das Motorrad heraus fahren und können dann die Betten herrichten. Gerri hat sich endlich gemeldet. Auf dem Weg in die Tiefgarage, sah er unsere Autos auf dem Parkplatz. Aber er hatte keinen Empfang im Einkaufmarkt und als er unsere Namen ausrufen lassen hat, waren wir schon wieder hinaus. Wir vereinbaren einen Treffpunkt für den nächsten Tag.

Es fängt wieder an zu regnen, aber wir fahren die Markise aus und können noch eine Weile sitzen bleiben. Gegen 23.00 Uhr begeben wir uns ins Bett.

 

Mittwoch 10.06.

Nach dem Frühstück treffen wir uns vor Obelink mit Gerri. Er möchte ein neues Zelt kaufen.

11.00 Uhr geht es in Richtung Amsterdam zur Fähre. Diese erreichen wir gegen 14.40 Uhr und werden von Sylvia und Bernd erwartet. Es gibt Fish and Chips und dann checken wir ein.

Wir verlieren uns beim Befahren der Fähre aus den Augen, aber wir treffen uns auf dem Sonnendeck wieder und beobachten das Auslaufen. Es geht ganz schön viel Wind und so gehen wir lieber in das Innere des Schiffes. Nach dem Abendessen besuchen einige den Shop, dann unterhalten wir uns noch eine Weile und gegen 22.00 Uhr gehen wir nach und nach ins Bett. Die Uhr stellen wir auch gleich noch um, denn in Großbritannien gibt es keine Sommer- und Winterzeit.

 

Donnerstag 11.06.

Ab 07.00 Uhr treffen die ersten beim Frühstück ein, aber wir können uns ja Zeit lassen, denn die Fähre legt erst 09.00 Uhr an. Das Verlassen der Fähre geht nicht so einfach, denn einige scheinen ihre Autos nicht zu finden, und diese müssen dann umfahren werden. Wir warten, bis alle von der Fähre sind. Es sind alle da, es ist aufgeraucht und so geht es 10.00 Uhr los. Während der Fahrt bemerkt Jutta etwas schwarzes auf der Frontscheibe und holt es sich herein. Es ist die Geldbörse von Bernd, beim Motorradsachen anziehen, hatte er sie abgelegt.

Wir fahren den einfachsten Weg an der Westküste entlang. Als der kleine Hunger 12.00 Uhr kommt, gibt es belegte Schnitten aus den Wohnanhängern von Fritz und Angela. Etwas später gibt es etwas zu Trinken für alle. Kaffee für uns und Sprit für die Fahrzeuge. Kurz nach Stirling verlassen wir die Autobahn und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Schöne Landschaften, wo sich enge Straßen durchschlängeln und die Ortschaften aus lauter kleinen Häuschen zusammengefügt sind.

Bei einem schönen Ausblick ins Tal am Loch Tulla rasten wir kurz. Weiter geht es durch das Tal der Tränen (Glen Coe)  in Richtung Fort William. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Campingplatz Linnhe Lochside Holidays nach dem Ortsausgang Corpach. Zwanzig Minuten vor Dienstende des Platzwarts fahren wir auf das Gelände. Angela hatte schon reserviert und so geht es zügig mit dem Anmeldeformular und wir können zu unseren Stellplätzen fahren.

Dort beginnt ein geschäftiges Treiben: Wohnanhänger und Zelte aufstellen. Dann helfen alle das Vorzelt von Jochen aufzustellen, denn wir können uns vor winzig kleinen Mücken kaum retten. Diese hört man nicht, sondern bemerkt man erst, wenn sie schon gebissen haben. Wir lassen uns den Abend nicht verderben, sondern versüßen diesen mit selber gemachten Eierlikör von Jutta und Aromatique von Christine.

Freitag 12.06.

Einige zeigen Interesse, den Harry Porter Zug anzusehen und einige beschimpfen diesen Vorschlag mit Klumbat. Die Bahnlinie führt am Zeltplatz vorbei, doch zuerst müssen alle tanken fahren. Immer daran denken: Links fahren und der Sozius darf nicht schlafen. In Fort William steht der Zug schon am Bahnhof, das wird knapp, aber Mario und ich schaffen es.

Nach und nach kommen die anderen mit vollem Tank zurück und wir können den Zug verfolgen. Mit Zwischenstopp, zum Fotografieren, erreichen wir den Fährhafen Mallaig. Dort warten wir über eine Stunde, bevor wir zur Isle of Skye übersetzen können. In nur 30 Minuten sind wir drüben und dann fahren wir immer an der Ostküste entlang zum nördlichsten Zipfel dieser Insel. Bei markanten Aussichtspunkten – Old Man of Storr und Kilt Rock – halten wir zum fotografieren an.

Eigentlich haben wir Hunger, aber es gibt kein Restaurant und welches wir gefunden haben, ist noch nicht geöffnet. Wir fahren weiter. Zurück zum Festland nehmen wir die Brücke und werden mit einem fantastischen Blick zum Eilean Donan Castle- bekannt durch die Filme „Rob Roy“ und „ Highlander“ belohnt. Da müssen wir noch mal schnell eine Pause einlegen, auch wenn der Magen schon laut knurrt.

Gegen 21.40 Uhr erreichen wir den Zeltplatz. Abendbrot, Jagertee und Plätzchen beleben unsere Geister wieder.

 

Samstag 13.06.

Heute faulenzen Gerri und Christine auf dem Platz. Fritz, Jutta und Susi besichtigen Fort Williams. Jochen, Angela, Bernd, Sylvia, Mario und Katrin fahren ein kleines Ringel. Wir starten in Richtung Loch Ness, fahren einen kleinen Umweg- aber die Landschaft ist wunderschön- bis Inverness. Auf dem Culloden Battlefield, wo sich die große Niederlage für die  Jakobiten gegen die englische Armee am 16.04.1746 ereignete, essen wir im Besucherzentrum zu Mittag und fahren gestärkt weiter zur Tomatin Whisky Destilleries.

Heute ist leider keine Führung, aber die nette Verkäuferin verrät uns, wie sie nächste Woche arbeitet- alles in deutsch- und so kaufen wir nur eine Flasche und treten die Rückfahrt an.

Durch Inverness in Richtung Fort Augustus immer am Loch Ness entlang. Bei der Ruine Urquhart Castle legen wir eine Pause ein, aber die Besuchszeit ist beendet.

In Fort Augustus sehen wir einen Pub und entschließen uns, eine Tasse Kaffe zu trinken. Als wir im Freien am Tisch sitzen, überlegen die Frauen, warum sie nicht ein Schottisches Bier verlangt haben. Das Resultat der Überlegung.

Die Männer trinken jeweils zwei Tassen Kaffee und die Frauen holen sich ein halb pint Scottish Ale.

Wir treffen erst gegen 20.00 Uhr auf den Platz ein, kochen etwas zu essen, sitzen alle noch gemütlich zusammen und verkosten den mitgebrachten Whisky.

 

Sonntag 14.06.

Jeden Morgen die Funkkontrolle. Jochen zählt: eins-zwei-drei   und Gerri antwortet: zwei-drei höre mit fünef. Also kann es losgehen durch das Tal der Tränen -Glen Coe-  auf der A82 bis Tyndrum, dort biegen wir auf die A85 ab. In der Ferne sehen wir ein schönes Schloss und entdecken einen Pub, dort essen wir zu Mittag.

Bernd, Jochen und Mario wollen noch einen kleinen Umweg fahren, doch Fritz, Gerri und Susi treten den kürzesten Heimweg an.

Weiter geht es auf engen Strassen durch die wunderschöne schottische Landschaft, die Wälder dicht bewachsen, die Berge sind mit einem grünen Teppich belegt.

In Oban an der Westküste bummeln wir durch das Hafengebiet, genießen einen Cappuccino und schaffen es gerade noch vor dem Regenguss davonzufahren. Mit Fisch zum Abendbrot im Gepäck erreichen wir den Zeltplatz.

Montag 15.06.

Heute geht es weiter zum nächsten Zeltplatz. Jeder muss seine Sachen verstauen. Wir sind schneller fertig als gedacht und gegen 10.00 Uhr setzen wir uns in Bewegung. Auf der A 82 in Richtung Inverness und in Drumnadrochit biegen wir ab auf die A 833, damit wir nicht durch die Stadt fahren müssen. Sylvia fährt im Auto bei Angela mit und Jochen fährt die Strecke mit dem Motorrad. Gegen Mittag eröffnet Katrin den Imbiss mit belegten Schnitten und Wurst zum Snacken und Jutta helfen einige die  gekochte Suppe auszulöffeln.

Die Strasse A 832 führt uns direkt zur Westküste und somit zu unserem Zeltplatz Big Sands in Gairloch. Wir bezahlen erst mal eine Nacht und schlagen unser Lager, mit Blick aufs Meer, auf.

Nachdem wir uns alle häuslich eingerichtet haben, gibt es Kaffee und dann wird eine Stunde gewandert. Am Strand sammeln wir Muscheln und genießen das schöne Wetter.

Nach dem Abendbrot gibt uns Familie Gläser auf ihren Hochzeitstag Sekt mit Früchten aus.

Zur Erinnerung an diesen Tag bekommt das Silberpaar einen Schlüsselanhänger mit ihrem eigenen

Bild.

 

Dienstag 16.06.

Silvia und Bernd, Katrin und Mario, sowie Jochen fahren heute eines kleines Ringel. Bevor wir alle losfahren, bezahlen wir noch vier Nächte nach. Das erste Stück bis Ullapool begleiten uns Fritz und Jutta. Wir fahren nach Karte eine schmale Strasse entlang und siehe da - Sackgasse – und ein Schild „No Ferries“. Es gibt diese Fährüberfahrt nicht mehr, also müssen wir diese Strasse zurück und einen kleinen Umweg fahren. Fritz und Jutta fahren ins Zentrum von Ullapool und wir weiter auf der A 835 immer Richtung Norden. Unser Ziel Durness erreichen wir gegen 14.00 Uhr und begeben uns gleich in eine Gaststätte. Diese hätte 14.30 Uhr Pause gemacht. Die Frauen bestellen das Essen für sich und ihre Männer und Jochen? Er bestellt für sich alleine- in Englisch. Nach dem Essen machen wir einen Verdauungsspaziergang. Eigentlich hätten wir mehr Essen können. Der Höhenunterschied, um die Kalksteingrotte „Smoo Cave“ zu erreichen, beträgt 375 Meter. Die müssen wir natürlich auch wieder emporsteigen.

Wir wollen noch zum nördlichsten Punkt an der Westküste „Cape Wrath“ und fahren zur Fähre. Wir haben kein Glück mit Fähren, diese fährt noch nicht und wir überlegen, ob wir die 12 Meilen Fußmarsch gehen oder nicht. War ja klar, alle sagen nein.

In Ullapool genehmigen wir uns einen Kaffee, kaufen Brot ein und fahren zurück zum Zeltplatz.

Abends wird sich über die gefahrenen „Umkringel“ lustig gemacht, doch Marios Navi stört es nicht.

Wir sitzen im Vorzelt und plötzlich schimpft jemand: „Scheiß Hotel, es zieht an den Füßen“.

 

Mittwoch 17.06.

Katrin und Mario haben gut geschlafen und schauen am Morgen etwas verwundert, denn die Autos stehen anders als am Abend zuvor. Zum Frühstück wird uns erzählt, dass in der Nacht starker Wind und Regen waren und Fritz und Jochen die Autos als Schutz vor die Zelte gefahren haben. Nachdem es aufgehört hat zu regnen, können wir mit dem Motorrad starten. Das „Wir“ sind Christine, Gerri, Katrin und Mario. Auf der A 832 bis Achnasheen, dort auf die A 890 bis Auchtertyre und von dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Eilean Donan Castle. Wir stärken uns beim Essen und besichtigen dieses Schloss. In diesem Castle könnte man sofort wieder einziehen. Alle Zimmer sind sauber und aufgeräumt. Jeder Raum ist mit vielen Erinnerungen von der Familie, welcher es gehört, und von den Aufnahmen der Filme, in denen es als Kulisse gedient hat, geschmückt. In der Küche bersten fast die Tische die mit leckeren Speisen vollgestellt sind. Überall sind Geräusche vom Alltag der Bediensteten, welche als Puppen nachgebildet sind, zu hören und eine Katze liegt unter dem Tisch auf der Lauer.

Da sieht man die Liebe zum Detail in jedem Raum.

Zurück auf dem Campingplatz haben wir viel zu erzählen.

 

Donnerstag 18.06.

Gerri und Christine ziehen um in eine Hütte. Ihr Zelt hat einen Riss und die Stangen sind nicht mehr alle gerade.

Der Rest fährt mit den Autos in Richtung Inverness und weiter auf der A 96 zum Culloden Battlefield. Im Besucherzentrum essen wir zu Mittag und weiter geht es zur Tomatin Whisky Brennerei. Eine deutsche Mitarbeiterin führt uns durch die heiligen Hallen. Wir sehen die Gäröfen, das Lager der Fässer und zum Schluss dürfen wir kosten. Hm, lecker. Ein paar Flaschen nehmen wir mit und begeben uns auf den Heimweg. Zum Glück sind wir mit den Autos, es gießt unterwegs wie verrückt.

Im Reiseführer sind viele Pubs aufgezählt und ein besonders empfohlener liegt in unserer Nähe. Diesen besuchen wir heute abend. Zuerst suchen wir uns alle einen Sitzplatz und dann wird die Speisekarte studiert. Am Tresen gibt jeder die Bestellung auf, nimmt die Getränke mit und wartet auf das Essen. Der Pub ist sehr gemütlich eingerichtet und das Essen schmeckt.

Nach Hause darf endlich auch mal Katrin fahren. 3-4 Meilen das sind ca. 5,6 km. Jochen geht ins Bett und die anderen nehmen den Schlummerdrink im neuen Heim der Familie Schrön ein. Dieses besteht aus einem Schlafzimmer, einem Kinderzimmer, Bad und WC, sowie einer volleingeräumten Küche und einem Wohnraum mit TV und DVD-Player. Außerdem ein Elektrokamin. Da lässt es sich Leben.

 

Freitag 19.06.

Heute beginnt der Tag mit Sonne und dann regnet es wieder. Nach dem Frühstück fahren Jochen, Angela und die Angelausrüstung los, Sylvia und Bernd fahren bei Katrin und Mario im Auto mit.

A 832 bis Kinlochewe, dort auf die A 896 in Richtung Shieldaig.  Bei jedem Regenschauer der Kommentar: „Zum Glück sind wir mit dem Auto“. Doch wir freuen uns zu früh, es zieht auf und sogar die Sonne zeigt sich. Unterwegs treffen wir Fam. Eulitz. Gemeinsam fahren wir an der Küste entlang auf engen Strassen bis Applecross. Dort essen wir in einem Pub, der seit 2005 jedes Jahr Auszeichnungen erhält, für das beste Seafood.

Den Rückweg fahren wir über die Berge, mit wunderbarer Aussicht auf die Westküste und dann weiter auf die kurvenreiche Strecke hinunter ins Tal. Sonnenschein, Kurven und wir sitzen im Auto. Aber die Hauptsache ist, wir haben diese tolle Strecke mit eigenen Augen gesehen. Wir wollen noch einen kleinen Umbogen zu einen Schloss fahren, welches Fam. Eulitz auf der Karte entdeckt haben. Schließlich erreichen wir das Schloss, na ja- was davon noch übrig ist. Katrin füttert da mal lieber die Pferde und Jochen der Schlossherr besteigt den Berg, auf dem die heutige Ruine steht und winkt

uns zu. Den Abend lassen wir gemütlich im Domizil von Fam. Schrön ausklingen. Jochen bringt für die Gastgeber Blümchen mit.

 

Samstag 20.06.

Heute fahren wir zum dritten und letzten Campingplatz in diesem Urlaub. Ein letzter Strandspaziergang und noch ein sehnsüchtiger Blick aufs Meer, dann setzt sich der Tross in Bewegung. Durch Inverness auf der A 9 in Richtung Edinburgh. Zur Mittagszeit kocht Jutta wieder  Süppchen, Würstchen gibt es bei Jochen und Angela, Christine und Gerri genießen Salat und Bernd, Sylvia, Mario und Katrin essen belegte Schnitten.

Schon kurz nach 14.00 Uhr sind wir in Blair Atholl und bauen unsere Behausungen auf. Wir sitzen gemütlich bei Sonnenschein an der langen Tafel und beobachten unsere Nachbarn, die vergeblich versuchen ein Vorzelt aufzubauen. Fritz und Jochen können sich das Elend nicht mehr mit ansehen und bieten dem schottischen Paar ihre Hilfe an. Zum Dank wird eine Flasche Wein überreicht. Wir dürfen nur ein Fahrzeug auf unserem Stellplatz stehen lassen und so fahren Fritz, Jochen und Katrin die Autos auf dem Parkplatz neben der Rezeption.

 

Sonntag 21.06.

Um 10.00 Uhr starten wir auf die B 8019 und fahren gleich in eine Sackgasse. Dieses Versehen nutzen wir als kleine Pause und weiter geht es auf der A 846 bis Kenmore und von dort über die A 827 am Loch Tay entlang bis Killin. Über Funk kommt die Anfrage, ob wir nicht anhalten können und ein Bummel machen können. Doch wir sind nur noch ca. 20 km vom Ziel entfernt und fahren weiter. Auf der A 84 in Kingshouse biegen wir ab und fahren bis Balguhidder. Als wir parken und alle erkennen, das wir am Grab vom legendären Rob Roy stehen, sind einige überrascht.  Gerri fragt uns: Den gab es wirklich? Er findet das super, das wir hier her gefahren sind.

Bernd, Sylvie, Fritz und Jutta wollen den Nachmittag in Killin verbringen. Doch Jochen, Angela, Katrin und Mario wollen noch ein bisschen durch die schöne Landschaft fahren. Zum Mittagessen halten wir an einem Restaurant an und geben unsere Bestellung ab. Katrin bestellt ein Whisky-Bier. Die Kellnerin kommt noch mal zurück und erkundigt sich besorgt ob ich der „Driver“ bin. Bin ich nicht und so bekomme ich mein Bier mit ca. 7 % Alkohol. Und das schmeckt, einfach lecker, genau wie das Essen.

Gestärkt geht es weiter auf der A 85 am Loch Earn entlang. Auf diesen See haben einige Spaß mit ihren Jet-Skis.

In Gilmerton biegen wir auf die A 822 bis Aberfeldy. Kaum fahren wir in den Ort, entdecken wir ein Hinweisschild zu einem Schloss. Wir fahren hin und betreten das Castle Menzies. Wir kaufen Eintrittskarten und bekommen einen Hefter als Reiseführer in deutsch dazu. Wir besichtigen alle Zimmer und Katrin liest die Erläuterungen dazu vor. Auf drei Etagen ist alles bis zum letzten Schlossbesitzer gesammelt. Er hatte keinen Nachfolger in die Welt gesetzt und bevor es zerfällt kümmert sich jetzt  ein Verein um den Erhalt.

Angela findet eine Zeitung von der Umgebung und berichtet, dass hier in der Nähe ein Steinkreis ist. Jochen erklärt sich bereit, noch mehr alte Steine anzusehen und wir fahren dahin. Der Steinkreis „Croft Moraig“ ist schon umlagert von einer Menge –Ziegen. Vom Zaun können wir ein paar Bilder schießen und fahren weiter zur „Dewars World of Whisky“. Doch diese Whisky-Brennerei schließt schon um 16.00 Uhr, wir sind eine Stunde zu spät. Wir holen uns noch etwas zum Abendbrot und begeben uns auf den Weg zum Zeltplatz. Sylvia hat sich Andenken und einen Aschenbecher gekauft, ab heute heißt dieser Pillendose. Nach dem Abendessen bekommen wir Besuch von unseren schottischen Nachbarn Heather und Adrian aus Dundee. Wir reden mit Händen und Füßen. Als Bernd und Heather gegen 23.00 Uhr von einer „Lichterfahrt“ über dem Zeltplatz zurückkommen, ist der Platzwart da und beschwert sich, dass wir zu laut sind.

Wir haben einen schottisch-gälischen Trinkspruch gelernt und erfahren, dass sich die Engländer und Schotten auch heute lieber aus dem Weg gehen.

 

Montag 22.06.

Heute früh trödeln wir alle herum und keiner äußert sich, was heute unternommen wird. Gegen Mittag haben sich alle entschieden. Fritz und Jochen fahren angeln. Angela fährt nach Pitlochry, ihr folgen etwas später Jutta und Susi. Sylvia, Bernd, Christine, Gerri, Katrin und Mario machen sich auf den Weg nach Dufftown. Zuerst bis Pitlochry, dort auf die A 924 und in Bridge of Cally auf die A 93. In Bridge of Gairn auf die A 939. Nach Tomintoul das letzte Stück auf der B 9009 bis in die Stadt, dort folgen wir den Hinweisschildern und schon stehen wir auf den Parkplatz der Glennfiddich-Destille.

Hier reihen sich mehrere Gebäude aneinander. Wir gehen ins Hauptgebäude und bestaunen erst mal die Toilette. Ein Kronleuchter hängt an der Decke und ein bequemes Sofa steht da. Wir suchen im Restaurant einen Tisch und bestellen unser Mittagessen. Zum Glück findet eine deutschsprachige Führung statt, an dieser dürfen wir teilnehmen. Ein kurzer Film erzählt von der Grundsteinlegung im Tal  „Glen of Fiddich“ im  Jahre 1886. William Grant mit seiner Frau, seinen sieben Söhnen und zwei Töchtern bauten das erste Gebäude an der Quelle Robbie Dhu Springs. Der Whisky Glenfiddich erhielt 1969 als erster die Lizenz zum Verkauf außerhalb Schottlands. Bis zum heutigen Tag ist diese Destillearie in Familienbesitz. Die Apparaturen, welche wir im Film gesehen haben, dürfen wir alle in Natura bestaunen. Die riesengroßen Behälter mit der gärenden Maische, die kupferfarbigen Brennkessel, welche unterschiedliche Formen haben können, sowie das Lager der Whisky-Fässer.

Diese Fässer bestehen aus Eichenholz und der Whisky kann zusätzlich veredelt werden, wenn man Fässer verwendet, in denen vorher Sherry, Portwein, Rum, Bordeaux, Madeira, Cognac oder verschiedene Weißweine gelagert wurden. Die Lagerung liegt zwischen 10 und 15 Jahren. Pro Jahr verdunstet aus den Poren der Fässer ca. 0,5 bis 1,0 Prozent des Inhalts, dies wird Engelsanteil genannt. Wenn man in den geschlossenen Raum eines Lagers tritt, kann man diesen Duft einatmen.

Natürlich gehen wir, nach der Verkostung, alle noch in den Shop und erreichen mit Tüten bepackt den Parkplatz. Noch eine kurze Pause und wir begeben uns auf den Rückweg.

Ein Stück werden wir vom Nieselregen begleitet, aber wir erreichen bei trockenem Wetter gegen 19.00 Uhr den Zeltplatz.

Die Angler haben schon ausgerichtet, dass sie einen „großen“ Fisch gefangen haben, aber sie kommen erst nach 20.00 Uhr und dann gibt jeder seine Einschätzung zur Fischlänge bekannt.

Aktuelle Gebote liegen zwischen 24 und 38 cm. Katrin macht dem Spaß ein Ende und gibt die gemessene Größe bekannt. Er ist 27 cm lang, da waren Fritz mit 28 cm und Bernd mit 24 cm ganz nah dran, aber Jochen sollte mal zum Optiker gehen. Er hat behauptet, er ist 36 cm lang. Ein Nachbar hat unsere Diskussion über den Fisch mitbekommen und bietet uns seinen gefangenen Fisch an. Fritz sagt ja und so gibt es morgen Fisch. Nur so nebenbei, der geschenkte Fisch ist stolze 45 cm lang.

 

Dienstag 23.06.

Kurz nach halb Neun fahren wir auf der A 9, in Perth weiter auf der M 90 bis nach Edinburgh. Am Fuß der Burg finden wir ein Parkhaus und gehen von dort zur Haltestelle, um eine Stadtrundfahrt mit einem roten Doppeldeckerbus. Nach dieser deutschsprachigen Fahrt, bleibt Fam. Sanner im Bus sitzen, Gerri und Christine bummeln alleine weiter und die Familien Gläser, Eulitz und Schaufel gehen gemeinsam. Zuerst schauen wir uns einige Andenkenshops an und essen in einem gemütlichen Pub zu Mittag. Und dann besichtigen wir die Burg Edingburgh. Das Gelände ist riesengroß und in mehreren Etagen mit steilen Aufgängen aufgeteilt. Aber die Kronjuwelen anzusehen, die natürlich bewacht werden, ist den Aufstieg schon wert. Wir werden zum Verweilen gezwungen, weil eine Dame sich verirrt und wir sie auf einer tiefer liegenden Etage wieder finden. Wir genießen noch die fantastische Aussicht und begeben uns zurück zum Parkplatz.

Ein Stück in südlicher Richtung bis nach Roslin zur Rosslyn Chappel. Diese wurde 1446 erbaut und diente als Schauplatz von Dan Brown`s Bestseller „Sakrileg“. Erst mal sind wir enttäuscht, denn es ist alles mit einer riesigen Kuppel überdacht, die Kirche wird gerade saniert. Doch jetzt sind wir schon mal hier und so bezahlen Katrin und Mario Eintritt und gehen hinein. Wir dürfen leider keine Fotos vom Innenraum machen. Wir nehmen uns Zeit, um alle Räume und Steinmetzarbeiten anzusehen.

Den Rückweg fahren wir nicht nur die Autobahn, sondern biegen nach Perth auf die B 9099, weiter auf der A 93 bis Bridge of Cally und dort auf die A 924 bis Pitlochry. Schnell noch das nötigste in dem Markt kaufen und zurück zum Zeltplatz. Angela kümmert sich um die Zubereitung der Fische und jeder gibt eine andere Beilage dazu.

 

Mittwoch 24.06.

Gegen 10.00 Uhr starten die Familien Gläser, Eulitz und Schaufel zur letzten Tour in Schottland. Zuerst auf der A 9, in Ballinluig auf der A 827 und in Kenmore auf einer kleinen Strasse entlang. Da kommt uns auch noch die Müllabfuhr entgegen, ganz schön eng. Dann endlich eine große Strasse        A 84, abbiegen auf die A 821 und von dieser führt eine Strasse direkt am Loch Lomond entlang. In Rowardennan Lodge ist ein Hotel, aber es macht keinen sauberen Eindruck, also drehen wir um und fahren das Stück wieder zurück und auf der anderen Seite des Sees hoch. Bernd weist darauf hin, dass kein Restaurant mehr kommt und so halten wir bei der Snackbar. Die Frauen genießen den Blick über das Loch Lomond und lassen sich das schottische Bier schmecken, die Männer dürfen uns ja noch nach Hause bringen.

Wir wählen den schnellsten Rückweg und so können wir am Abend die Autos voll tanken,  einiges zusammenpacken und die Motorräder in die Autos fahren. Gegen 21.00 Uhr können wir den letzten Abend mit unseren schottischen Freunden ausklingen lassen. Adrian und Heather bekommen zwei Holzhau T-Shirt`s und einen Poldi-Schlüsselanhänger geschenkt. Susi packt ihren Laptop heraus und zeigt die Bilder von unserem Treffen 2008.

Donnerstag 25.06.

07.00 Uhr alle aufstehen, alles verstauen und noch schnell Gruppenfotos mit Heather und Adrian, dann setzt  sich die Kolonne in Bewegung. Auf der A 9 Richtung Süden an der Ostküste entlang bis nach Newcastle. Unterwegs eine kurze Pause zum Essen, es gibt wieder Suppe aus dem Versorgungswagen Sanner und belegte Brotscheiben. Gegen 15.00 Uhr können wir auf der Fähre einchecken, unsere Kabinen beziehen und beim Auslaufen des Schiffes zusehen. Langsam verlässt es den Hafen und steuert zur Nordsee. Wir essen schnell zu Abend und versammeln uns alle wieder auf dem Deck.

Bei dem atemberaubenden Sonnenuntergang fällt der Abschied von dieser schönen Insel schwer, aber alle sagen, dass sie noch einmal herkommen wollen.

 

Freitag 26.06.

07.00 Uhr werden wir durch die Lautsprecherdurchsage geweckt, schnell waschen und nach und nach kommen alle zum Frühstücken. Die Fähre legt erst 09.30 Uhr an, also können wir uns Zeit lassen. Wir brauchen uns nicht zu beeilen, um als erste das Schiff zu verlassen, da wir uns alle noch auf dem Parkplatz verabschieden wollen. Viele nutzen das Restaurant, um noch frischen Fisch mit nach Hause zu nehmen. Fritz und Jutta wollen noch mal zum Campingausstatter und von dort nach Meiningen. Gerri und Christine frühstücken hier erst in aller Ruhe und fahren dann nach Thüringen. Sylvia, Bernd, Angela, Jochen, Mario, Katrin und Susi treten nach dem Tanken gemeinsam die Heimreise an. Wir halten noch mal an, weil Bernd tanken muss und wir etwas essen. Angela und Jochen geleiten Sylvia und Bernd bis vor die Haustür und liefern die Sachen ab, die im Motorradanhänger keinen Platz gefunden haben (Zelt und Whiskyflaschen) oder zerdrückt worden wären (Blumenstrauß vom Hochzeitstag). Katrin, Susi und Mario erreichen um. 22.30 Uhr die Heimat, aber Susi muss noch zu ihrer Wohnung fahren, dann hat sie es auch geschafft.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaub und denken gerne zurück an die ca. 6006 km, die wir im beeindruckendem Schottland gefahren sind.